Generalversammlung mit Ehrungen, Wahlen und Beitragsanpassung
18.01.2026
Zur jährlichen Generalversammlung waren am Samstagabend 113 Schützenbrüder in die Grafschafter Schützenhalle gekommen. Zuvor hatte Pastor Stipp in der Pfarrkirche die Schützenmesse für die lebenden und verstorbenen Mitglieder gefeiert. In der Halle hatte Beisitzer Reinhard Dünnebacke bereits den Kochlöffel geschwungen und alle ließen sich zu Beginn leckere Currywurstsuppe und Erbseneintopf schmecken.
Die Tagesordnung startete mit den obligatorischen Kassen- und Jahresberichten. Der 1. Brudermeister Tobias Cordes berichtete von einem ereignisreichen Jubiläumsjahr und Kassierer Andreas Rickert stellte beim Kassenbericht detaillierte Aufstellungen der beiden Schützenfeste vor. Um den Verein für die kommenden Jahre finanziell gut aufzustellen, beschloss die Versammlung eine Anpassung des Jahresbeitrags von 23 € auf 35 €.
Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurden der 2. Brudermeister Felix Beste und Schriftführer Frank Hardebusch wiedergewählt. Beisitzer Bernd Lutter stellte sich nicht mehr zur Wahl und nahm den Dank vom 1. Brudermeister für die geleistete Vorstandsarbeit entgegen. Für ihn wurde Lukas Hanses als neuer Beisitzer gewählt. Beisitzer Peter Saßmannshausen und Adjutant Matthias Klauke wurden ebenfalls für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Mit Jan-Hendrik Hoffmann konnte zudem ein neuer Fähnrich gefunden werden, da Hubertus Vollmers aus privaten Gründen vorzeitig aus seinem Amt ausscheiden wollte.
Ernannt wurden als 2. Zugoffizier Stefan Schmidt und als Königsoffiziere Paul Hennecke und Maximilian Sporing. Auch die Gewehrgruppe hat fünf neue Gesichter erhalten. Neben Fabian Grobbel, der aus der bisherigen Gruppe weitermacht, sind nun neu im Team: Maximilian Didam, Lasse Heimes, Jungschützenkönig Valentin Vollmers, Vincent Vollmers und Julian Voß (Henneken).
Für langjährige Mitgliedschaft konnten 19 Schützenbrüder geehrt werden, darunter je zweimal für 65 Jahre und 60 Jahre. Die im letzten Jahr umgesetzten Änderungen im Schützenfestablauf sind gut angenommen worden, so dass auch im Jahr 2026 am geänderten Ablauf festgehalten wird.
Beim Punkt Verschiedenes wurde Hauptmann Johannes Höwer auf Antrag des amtierenden Schützenkaisers zum Major befördert. Adjutant Matthias Klauke wurde nach anschließendem Vorschlag aus der Versammlung zum Hauptmann befördert.
Nach der Versammlung schlossen sich bei frisch gezapftem Bier und Schnittchen noch einige gesellige Stunden in der Schützenhalle an.
01.12.2025
Zum 33. Adventskaffee hatte die Schützenbruderschaft am ersten Adventssonntag in die vorweihnachtlich dekorierte Schützenhalle eingeladen. Etwa 80 Seniorinnen und Senioren, einige Schwestern des Klosters sowie Pastor Stipp, Vikar Jaison und die amtierenden Majestäten waren der Einladung gefolgt. Die von den Vorstandsfrauen gebackenen Torten und Kuchen nahmen reißenden Absatz und bei Kaffee oder Tee wurde sich ausgetauscht und rege geplaudert.
Fast schon traditionell trat die Vorschulgruppe des Grafschafter Kindergartens auf und hatte ein kleines Programm zum Mitsingen, Mitklatschen und Lachen mitgebracht, welches viel Applaus erntete. Der Adventskaffee war gleichzeitig die letzte Veranstaltung im Jubiläumsjahr und so ließ der Fotovortrag vom Jubiläumsschützenfest die ein oder andere schöne Erinnerung an das Festjahr wieder aufleben. Bei kühlen Getränken und frisch Gezapftem klang der Nachmittag schließlich gesellig aus.
29.09.2025
Die Gelagsfeier fand in diesem Jahr nicht eine Woche nach dem Schützenfest an der Jakobushütte statt, sondern am Samstag, 27.09.2025 im Speisesaal der Schützenhalle. Das Jubiläumsschützenfest Ende August konnte so auch in die Nachbetrachtung einfließen. Brudermeister Tobias Cordes führte den gut 40 anwesenden Schützen aus, dass zwei schöne und harmonische Schützenfeste gefeiert wurden. Der Abwärtstrend des Bierabsatzes der letzten Jahre konnte gestoppt werden, was ein Indikator für ein wieder gesteigertes Interesse am Schützenfest ist. Die Rückmeldungen zu den durchgeführten Änderungen beim Schützenfestablauf waren sehr positiv. Beim Jubiläumsschützenfest konnte sogar mehr Bier verkauft werden, als zuvor geschätzt wurde. Diese Einnahmen kommen sehr gelegen, um die vielen Kosten, die ein Jubiläumsschützenfest mit sich bringt, zu decken. Bei kühlem Krombacher Bier und Bratwürstchen im Brötchen verweilten die Schützen beim diesjährigen „Geloch“ einige Stunden und ließen die ein oder andere Begebenheit der beiden Schützenfeste Revue passieren.
27.08.2025
Das Jubiläumsschützenfest zum 200-jährigen Bestehen der St. Sebastian Schützenbruderschaft Grafschaft begann am Samstag, 23.08.2025 mit dem Antreten der Schützen in der Schützenhalle. Der Zug führte zunächst zum Ehrenmal, wo nach einem vom Musikverein Berghausen vorgetragenen Choral die Ansprache des Hauptmanns und die Kranzniederlegung erfolgte.
An der Vogelstange angekommen wurden die anwesenden ehemaligen Könige mit dem Ablauf des Kaiserschießens vertraut gemacht und rückten in der Reihenfolge der erlangten Königswürde dem Kaiservogel reihum zu Leibe. Allerdings erwies sich der hölzerne Aar als recht zäh, so dass erst nach vielen Runden sichtbare Einschussspuren zu erkennen waren. Gegen Ende waren noch acht Bewerber an den Gewehren und mit dem 370. Schuss gelang dem sowohl ältesten als auch dienstältesten König der goldene Treffer: Der Schützenkönig von 1960, der 90-jährige Helmut Dohle, errang unter Jubel der vielen Zuschauer verdient die Kaiserwürde und wurde wenig später vom 1. Brudermeister Tobias Cordes unter der Vogelstange proklamiert. Der scheidende Schützenkaiser Dominik Saßmannshausen erhielt als Erinnerung an seine 10-jährige Amtszeit einen Kaiserorden.
Von der Vogelstange marschierte der Schützenzug ins Klostergelände, wo das Tambourkorps Grafschaft und der Musikverein Berghausen zu Ehren des neuen Kaisers den Großen Zapfenstreich vortrugen. Vor dem angestrahlten Klosterportal entstand auch durch die Fackeln der Freiwilligen Feuerwehr Grafschaft eine besondere Atmosphäre und mehrere hundert Anwesende lauschten bei absoluter Stille einer begeisternden Darbietung.
Anschließend ging es zurück in die Schützenhalle, wo viele Besucher zur Musik des Musikvereins Berghausen bei guter Stimmung den Kaiserball bis tief in die Nacht feierten.
Am Sonntagmorgen traten die Schützen in der Dorfmitte am Haus des Gastes an, um zum Schützenhochamt in die Pfarrkirche zu marschieren. Nach der von Pastor Stipp gehaltenen Messe führte der Weg zurück zum Dorfbrunnen, wo der Musikverein Berghausen ein Frühschoppenkonzert spielte.
Ab Mittag öffnete zudem im Speisesaal wieder die Küche und viele nutzten das leckere Speisenangebot, das wie bei den letzten beiden Schützenfesten wieder gut angenommen und vielfach gelobt wurde.
Wenig später trafen bereits die ersten eingeladenen Gastvereine und Musiken an der Schützenhalle in der Schulstraße ein, wo sich pünktlich um 14.30 Uhr der aus drei Zügen bestehende Große Festzug in Gang setzte. Knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten für ein imposantes Bild. Am Haus des Gastes wurde der neue Kaiser Helmut Dohle, den seine Tochter Sabine als Kaiserin begleitete, und der aus ehemaligen Königen bestehende Hofstaat abgeholt. Bei sommerlichem Kaiserwetter führte der Festzug durch das Klostergelände, um sich im Dorf abermals den Zuschauern zu präsentieren, die die Straße auf beiden Seiten in mehreren Reihen säumten. Nach der Kehrtwende in der Nähe der Ortsausfahrt Oberkirchen erfolgte vor dem Hof Höwer (Olbes) ein Vorbeimarsch zu Ehren des neuen Kaisers und seines Hofstaates.
Im Anschluss erfolgten in der Schützenhalle die Ansprachen des 1. Brudermeisters und der geladenen Ehrengäste und Gratulanten. Einen besonderen Moment bescherte das Tambourkorps, das das von der Bruderschaft geschenkte Musikstück in der Schützenhalle uraufführte und zumindest bei den Grafschaftern Lust zum Mitsingen und auf Geyseke aufkommen ließ. Auch im Zelt, was auf dem Schützenplatz aufgebaut war, herrschte eine tolle Stimmung.
Kaiser Helmut Dohle ließ es sich mit 90 Jahren nicht nehmen, den Kaisertanz auf der Tanzfläche durchzuführen. Kaiserin und Tochter Sabine, Ehefrau Magdalene und die weiteren Kinder und Enkelkinder waren dabei und so entstand ein schöner Tanz im Kreis der Kaiserfamilie, umgeben vom Hofstaat und den Grafschafter und auswärtigen Gästen.
Auch am zweiten Abend des Jubiläumsschützenfestes war die Stimmung in der Halle bestens und viele Festbesucher nickten sich freudig zu, dass zwei wundervolle und harmonische Festtage verbracht wurden.
Die Schützenbruderschaft bedankt sich ganz herzlich bei allen Festteilnehmerinnen und -teilnehmern, den Gastvereinen und Musiken sowie den neuen und bisherigen Majestäten für dieses unvergessliche Jubiläumsschützenfest. Ein großer Dank gilt den Ordnungskräften der Polizei und den Freiwilligen Feuerwehren Niedersorpe und Grafschaft sowie den vielen stillen Helfern, die eine solche Großveranstaltung erst möglich gemacht haben. Wir freuen uns auf das nächste Jubiläum im Jahr 2050 und das nächste Kaiserschießen in bereits fünf Jahren.
20.06.2025
Bei sonnigem Wetter waren am Fronleichnamstag viele Grafschafterinnen und Grafschafter sowie einige Gäste der Einladung der Schützenbruderschaft gefolgt, um beim Jungschützenschießen an der Vogelstange dabei zu sein. Nachdem sich die jungen Anwärter bei Bratwurst und Fassbier gestärkt hatten, entwickelte sich ein reges Schießen. Selbst als zwischenzeitlich die Gewehre getauscht werden mussten, ließ die Bewerber um den 7. Jungschützenkönigstitel nicht aus dem Takt kommen. Zuletzt lieferten sich vier Jungschützen einen fairen Kampf, aus dem Valentin Vollmers mit dem 78. Schuss als Sieger hervorging und seine Konkurrenten Fabian Vollmert, Johann Willmes und Lasse Heimes hinter sich ließ.
Am Nachmittag sorgte Ludger Mönig tradionell für auf dem Feuer aufgebrühten Holzhauerkaffee. Dazu ließen sich alle den von den Vorstandsfrauen gebackenen, leckeren Kuchen schmecken. Anschließend proklamierte der 1. Brudermeister den neuen Jungschützenkönig, der nur zwei Jahre nach seinem jüngeren Bruder die Königswürde wieder ins Haus Vollmers holte. Tobias Cordes gratulierte der ersten Majestät im Jubiläumsjahr herzlich und bedankte sich bei Philipp Günther für die nun abgelaufene Regentschaft. Nachdem abends noch einmal Bratwürstchen auf den Grill kamen, klang das Jungschützenschießen gesellig an der Jakobushütte aus.
30.04.2025
Bereits im vierten Jahr in Folge veranstalteten die Jungschützen die Party „Schützenfest-Auftakt“- immer eine Woche vor dem ersten offiziellen Schützenfest in der Region. Knapp zweihundert Jugendliche und junggebliebene Erwachsene waren am Samstag, 26.04.2025 in die Grafschafter Schützenhalle gekommen, um bei guter Musik von DJ Hendrixxs abzufeiern. Neben Besuchern aus Grafschaft und den umliegenden Dörfern zählte auch ein Junggesellenabschied aus Göttingen zu den Gästen, der auf der Tanzfläche gute Stimmung machte.
Die Jungschützen haben die Veranstaltung in Eigenregie gut organisiert und wurden am Partyabend von Vorstandsmitgliedern unterstützt. Bis in die Morgenstunden wurde friedlich gefeiert.
17.11.2024
Die Schützenbruderschaft hatte am Sonntag, den 17. November 2024 zur Gedenkfeier am Volkstrauertag eingeladen. Um 11.00 Uhr setzte sich der vor der Pfarrkirche angetretene Zug in Bewegung und marschierte zu Klängen des Tambourkorps Grafschaft zum Ehrenmal. Zu Beginn verlas der 1. Brudermeister Tobias Cordes die Worte des Bundespräsidenten zum Gedenktag. Anschließend trug der Gesangverein Grafschaft das Lied „Über den Sternen“ vor. Hauptmann Johannes Höwer appellierte in seiner Rede an jeden Einzelnen, dass Frieden bereits im Kleinen anfängt. Nach dem Lied vom guten Kameraden wurde ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt. Zum Abschluss sangen alle Anwesenden die Nationalhymne und der Zug aus Tambourkorps, Fahnen der örtlichen Vereine, Schützenvorstand und Schützenbrüdern machte sich zur Schützenhalle auf. Die Freiwillige Feuerwehr Grafschaft, die die Gedenkfeier zunächst mit Fackeln umrahmt hatte, sorgte dabei für die Verkehrsabsicherung. Im Speisesaal wurde noch einige Stunden bei guten Gesprächen gesellig verweilt.
08.10.2024
Das Erntedank- und Kinderschützenfest begann am Sonntag, 06. Oktober mit einem Familiengottesdienst in der Schützenhalle. Pastor Stipp stellte in seiner Ansprache das Teilen in den Mittelpunkt und segnete die vor dem Altar aufgebauten Erntegaben. Nach dem Schlusslied stand bereits der Musikverein „Accordia“ Fleckenberg in den Startlöchern, um beim anschließenden Frühschoppen neben zünftiger Musik auch einige tolle Konzertstücke zum Besten zu geben. Nach dem Erfolg beim Schützenfest hatte der Speisesaal wieder geöffnet, dessen Angebot an frisch zubereiteten Speisen wieder reichlich angenommen wurde. Den Übergang vom Erntedank- zum Kinderschützenfest läuteten die Volkstanzgruppen von den jüngsten bis zu den älteren Kindern ein. Die dargebotenen modernen als auch klassischen Tänze bekamen viel Applaus. Am Kaffee- und Kuchenbuffet bildete sich schnell eine Schlange und die hausgemachten Kuchen und frischen Waffeln fanden reißenden Absatz.
Auf dem Schulhof traten dann die Kinder mit ihren Schützenfähnchen an und marschierten hinter dem Grafschafter Tambourkorps in die Schützenhalle zum Vogelschießen ein. Hinter den Gewehren reihten sich viele Kinder ein, bei denen schließlich Steffen Günther, der bereits mehrfach getroffen hatte, das Kunststück vollbrachte, mit nur einem Schuss die zwei verbliebenen Seile des aufgehängten Vogels zu kappen. Damit hat zum ersten Mal eine Grafschafter Familie gleichzeitig drei Majestäten: Neben Papa Martin als aktuellem Vizekönig und Bruder Philipp als amtierendem Jungschützenkönig darf nun auch Steffen als Dritter im Bunde eine Kette tragen. Auch das anschließende Vizekönigsschießen war spannend bis zum Schluss, bei dem Franz Henke mit dem letzten Schuss erfolgreich war. Eine halbe Stunde später setzte sich der Festzug der Kinder in Gang, um zu den Klängen des Tambourkorps die Majestäten mit ihrem Hofstaat am Königshaus abzuholen. Hier überraschte der neue Kinderschützenkönig mit einem weiteren Novum: Mit Maja Höwer und Martha Heimes wählte er sich gleich zwei Königinnen zur Begleitung. Vizekönig Franz Henke nahm seine Cousine Mia Henke zur Vizekönigin. Zurück in der Schützenhalle schloss sich direkt der Königs-/Kindertanz an, und am Hofstaatstisch wurden Getränke, Waffeln und später auch Pommes verzehrt. An verschiedenen Spielständen und auf der Hüpfburg, beim Kinderschminken oder am Süßigkeitenstand verbrachten die Kinder darüber hinaus einen kurzweiligen Nachmittag. Zum Abschluss des Tages hatten die fünf Majestäten beim Bonbonswerfen noch viel Spaß und ein langer, ereignisreicher Familientag ging dem Ende zu.
20.08.2024
Für Sonntag, den 18.08.2024 hatte der Kreisschützenbund zur Schützenwallfahrt auf den Wilzenberg eingeladen. Nach einer zunächst sonnenreichen Woche war aber zum Wochenende mehr und mehr Regen angesagt. Pastor und Kreispräses Ulrich Stipp entschied daher kurzfristig am Samstagvormittag zusammen mit dem Kreisvorstand, dass statt der Wallfahrt auf den Wilzenberg das Hochamt um 10.00 Uhr in der Grafschafter Pfarrkirche und der anschließende Frühschoppen in der Schützenhalle stattfinden sollte. Da am Samstag allerdings noch der MTB-Marathon und die anschließende Helferfete in der Schützenhalle stattfand, war es nur durch eine gute Zusammenarbeit der beiden Sportvereine und der Schützenbruderschaft möglich, am nächsten Tag bereits die nächste Großveranstaltung in der Schützenhalle stattfinden zu lassen. Während die Schützen nachmittags den bereits vorbereiteten Wilzenberg wieder „abräumten“ und u.a. Grills, Bierzeltgarnituren und Stehtische zurückholten, wurde die Halle von den Ausrichtervereinen des Marathons direkt nach dem Rennen wieder saubergemacht und bereits Tische für den Sonntag gerückt.
Die Grafschafter Feuerwehr wies am Sonntagmorgen die zahlreich erschienen Schützen mit ihren Bussen und Autos zu ihren Parkplätzen ein. In die gut gefüllte Pfarrkirche zogen dann zu einem stimmungsvollen Eingangslied die Fahnen aller 44 geladenen Vereine ein und nahmen Aufstellung um den Altar und auf der linken Kirchenseite. Pastor und Kreispräses Stipp feierte ein schönes Hochamt, was vom Blasorchester Nordenau-Oberkirchen musikalisch begleitet wurde. Im Anschluss marschierten die etwa 500 Teilnehmer der 44 Vereine zur Schützenhalle, wo bei guter Musik des Blasorchesters einige Stunden gesellig verweilt wurde. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den Mitgliedern des Skiclubs, die schon seit vielen Wallfahrten traditionell für den Getränkeverkauf und das Grillen der Bratwürstchen sorgen.
19.07.2024
Das Schützenfest wurde vom 13.-15. Juli traditionell am zweiten Wochenende der Maria-Heimsuchungswoche gefeiert. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal und der nur mäßig besuchten Schützenmesse marschierten die Schützen zur Vogelstange, wo der neue Schützenkönig ermittelt wurde. Bei sonnigem Wetter und frisch gezapftem Pils sahen die zahlreichen Zuschauer spannende 130 Schüsse auf den von den neuen Vogelbauern kreierten Aar. Den krönenden, letzten Schuss gab Wolfgang Dick ab, so dass sich seine Konkurrenten Martin Günther, Torsten Hennecke und Philipp Vormberg geschlagen geben mussten. Letztgenannter sicherte sich zuvor das Zepter, Christian Heimes die Krone, und der Apfel ging an Alexander Droste.
Nach der Königsproklamation und dem Rückmarsch zur Halle suchten viele Gäste den neu eröffneten Speisesaal auf und probierten die frisch zubereiteten Gerichte, für die das Küchenteam viel Lob bekam.
Zum Zapfenstreich herrschte wie seit Jahren viel Ruhe in der Halle. Das Tambourkorps Grafschaft und der Musikverein Berghausen servierten wieder einen musikalischen Leckerbissen und sorgten unter den Fackeln der Feuerwehrleute für Gänsehautmomente.
Dem stolzen Schützenkönig Wolfgang Dick und seiner Königin und Ehefrau Vera Dünnebacke waren am Sonntag im Festzug die Freude in den Gesichtern anzusehen. Mit dem schicken Hofstaat und den Schützen, die mit ihren Schützenkrawatten ebenfalls ein tolles Bild abgaben, präsentierte sich der Festzug den zahlreichen Zuschauern, die die Straßen im Dorf säumten und applaudierten.
Im Anschluss wurden die Jubilare in der Halle geehrt und die Senioren ließen sich auf Einladung der Bruderschaft Kaffee und Kuchen schmecken. Nach dem Kindertanz marschierte das Tambourkorps mit den Kindern und Eltern nicht wie gehabt auf Hennecken Hof, sondern der Kindertanz endete nun auf dem im Frühjahr vergrößertem Schützenplatz. Die neu gestalteten Sitzgelegenheiten, die einen Teil des neuen Platzes abfangen, wurden von Alt und Jung gemeinsam rege genutzt. Ein tolles Bild im Sinn des Schützenfestes!
Eine weitere Neuerung betraf das Hofstaatsessen, was in diesem Jahr am Hofstaatstisch in der Halle durchgeführt wurde. Zum einen sollte im Speisesaal der normale Essensbetrieb weiterlaufen, zum anderen war so der Versuch, die Majestäten und den Hofstaat während des Essens näher an die Gäste in der Halle heranzurücken. Am Montag wurde von dieser Regelung kurzfristig wieder abgewichen, damit u.a. die Möglichkeit geschaffen wurde, dass die Majestäten in Ruhe ein paar persönliche Worte an den Hofstaat richten konnten. Des Weiteren konnte das Küchenteam nach harten drei Arbeitstagen einmal durchschnaufen.
Für das Geckschießen am Montag hatte Martin Günther bereits im Vorfeld ein heißes Date mit den beiden Gewehren unter der Vogelstange angekündigt. Er und Philipp Vormberg lieferten sich ein spannendes Duell, welches der Vater des amtierenden Jungschützenkönigs mit dem 107. Schuss für sich entschied und nach 2015 wieder Vizekonig wurde. Er erwählte seine Frau Katrin zur Vizekönigin, die ihm das „Date“ mit den beiden Gewehren nicht übel nahm.
Nach dem Frühschoppen in der Halle präsentierten sich die Majestäten und Majestätinnen am Nachmittag nochmal in einem schön anzusehenden Festzug. Erst in der Nacht klang das Fest zu später Stunde harmonisch aus.